Dienstag, 8. Dezember 2015

Zur Social Media-Reife in 5 Schritten - für mittelständische B2B-Unternehmen

Social Media bietet viele Kanäle zu vielen Zielgruppen - auch BtoB!
Social Media bietet viele Kanäle zu vielen, auch BtoB-Zielgruppen. Social Media-Marketing hat sich längst etabliert und ist zum festen und zum Teil zum dominierenden Bestandteil des Marketing-Mixes vieler Unternehmen geworden. Mittelständler, die im B2B-Umfeld tätig sind, zögern oft noch - aber richtig angepackt, bietet auch ihnen Social Media-Marketing große Chancen.  


Social Media für mittelständische B2B Unternehmen - lohnt sich das? Das fragen sich viele Kommunikationsverantwortliche oder Geschäftsführer. Für ihre Entscheidung sollten sie bedenken: Lediglich 20 Prozent einer Kaufentscheidung werden durch harte Faktoren bestimmt. Mit 80 Prozent spielen weiche Faktoren wie Emotionen und Vertrauen eine gewichtige Rolle.
Nirgends ist das Vertrauen zwischen Geschäftspartnern so wichtig wie im B2B-Umfeld. Denn hier werden in der Regel hochpreisige Investitionsgüter gehandelt oder Dienstleistungen und Projekte mit hohem Investitionsvolumen vergeben. Und: Je größer das finanzielle Risiko, um so wichtiger die Vertrauensbasis zwischen den Geschäftspartnern.
Social Media-Netzwerke wiederum sind gerade dafür geschaffen, Emotionen zu transportieren.


Die Antwort also lautet: Ja, B2B Social Media lohnt!

B2B Social Media lohnt sich, besonders für mittelständische Unternehmen, aber nur, wenn Sie als Unternehmer erfolgsorientiert, also strategisch vorgehen, Social Media-Aktivitäten gezielt vorbereiten, langen Atem und Durchhaltevermögen beweisen.


1. Am Anfang war das Social Media Monitoring

Jeder Unternehmer, hat ein Bild von sich und seinem Unternehmen. Aber stimmt Ihr Bild mit dem Bild überein, das andere von Ihrer Firma haben? Setzen Sie Social Media-Monitoringinstrumente ein und vergleichen Sie Selbst- und Fremdbild.


2. Ziele und Zielgruppen bestimmen das Social Media-Netzwerk

Social Media ist nicht gleich Facebook. Die Social Media-Landschaft ist ausgesprochen vielfältig und bietet sehr viele Möglichkeiten fürs Marketing. Daher liegt Social Media-Marketing im Trend. Dabei zu sein kann jedoch nicht die einzige Motivation für ein mittelständisches B2B Unternehmen sein. Legen Sie konkrete, im Idealfall messbare Ziele fest.
Was möchten Sie mit Ihrem Social Media Auftritt erreichen? Und wen wollen Sie über Social Media-Netzwerke ansprechen? Finden Sie heraus, welche Social Media-Plattformen Ihre Zielgruppen nutzen und mit welchen Inhalten sie sich beschäftigen. Setzen Sie dieses Wissen ein und liefern Sie qualitativ hochwertigen Content. So schaffen Sie Mehrwert.


3. Social Media-Plattformen erzeugen öffentlichen Druck

Seien Sie sich dessen bewusst und bereiten Sie sich gezielt vor: Erstellen Sie eine SWOT-Analyse und münzen Sie die Ergebnisse in ein Q&A Dokument um. Pflegen Sie neue Themen, Fragen und Herausforderungen fortlaufend ein. Gut vorbereitet lässt sich selbst ein Shitstorm in positive Ergebnisse umwandeln.


4. Menschen machen Geschäfte - besonders im B2B-Mittelstand

Menschen tätigen Geschäfte, nicht Unternehmen. Social Media-Plattformen sind darauf ausgelegt, Beziehungen zwischen Menschen zu fördern. Rücken Sie die Menschen in den Mittelpunkt der Kommunikation, die Ihr Unternehmen ausmachen. Seien es nun Sie selbst, Ihre Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner, Ihre Dienstleister. Aber: Bereiten Sie die Menschen auf Ihre neue Aufgabe vor und legen Sie gemeinsam Kommunikationsregeln für Social Media-Aktivitäten fest.


5. Social Media-Marketing braucht Zeit

Wie jede Werbung, Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit benötigen auch Social Media-Maßnahmen eine längere Anlaufphase, bis sie greifen. Gönnen Sie sich diese Zeit! Probieren Sie schrittweise aus, was für Ihr mittelständisches B2B-Unternehmen machbar und was zielführend ist. Und vergessen Sie dabei Punkt 1 nicht: Social Media-Monitoring ermöglicht Ihnen die fortlaufende Erfolgskontrolle. Der Vorteil digitaler Maßnahmen: Fehlschläge lassen sich sofort beenden und Maßnahmen neu ausrichten – noch während einer laufenden Kampagne.


Social Media-Netzwerke als Chance begreifen

Realität und virtuelle Welt unterscheiden sich in einem wichtigen Punkt kaum von einander: Beziehungen brauchen Pflege. Fehler aus der realen spiegeln sich in der virtuellen Welt. Was ein mittelständisches B2B-Unternehmen in der Realität nicht lebt, kann es in der virtuellen nicht überzeugend darstellen. Social Media-Marketing ist keine Pflicht. Es ist aber ein hochspannendes Betätigungsfeld für innovative Unternehmensmanager, das viele Chancen bietet, wenn es zielgerichtet und professionell beackert wird.

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